16. September 2026

Beschäftigung für ältere Hunde: Bewegung, Nasenarbeit und mentale Anregung

Ältere Hunde brauchen weiterhin Bewegung, Aufgaben und gemeinsame Erlebnisse. Mit zunehmendem Alter verändern sich jedoch Tempo, Belastbarkeit, Sinnesleistung und Erholungsbedarf. Eine passende Beschäftigung orientiert sich deshalb nicht an früheren Leistungen, sondern am aktuellen Gesundheitszustand und an der Tagesform. Kurze, gut dosierte Aktivitäten erhalten Selbstständigkeit und Lebensfreude, ohne den Hund zu überfordern. Das Geburtsdatum allein sagt wenig darüber aus, was ein Hund noch leisten kann. Körpergrösse, Rasse, Vorerkrankungen, Gewicht und bisherige Aktivität beeinflussen den Alterungsprozess. Manche Senioren erkunden lange Spazierwege, andere profitieren stärker von mehreren kurzen Runden und ruhigen Suchaufgaben. Entscheidend ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Bewegung, geistiger Anregung, Sozialkontakt und ungestörter Ruhe.

Weiterlesen

Mit dem Hund in den Schweizer Bergen: Planung, Ausrüstung und Rücksichtnahme

Eine Wanderung mit Hund kann in den Schweizer Bergen zu einem intensiven gemeinsamen Naturerlebnis werden. Die alpine Umgebung verlangt jedoch mehr Vorbereitung als ein Spaziergang im Tal. Steile Wege, Geröll, Weidetiere, Herdenschutzhunde, wechselndes Wetter und fehlende Wasserstellen können eine scheinbar einfache Route anspruchsvoll machen. Eine geeignete Tour orientiert sich deshalb gleichermassen an Gelände und Wetter wie an Alter, Gesundheit, Kondition und Verhalten des Hundes. Auch die örtlichen Regeln gehören zur Planung. Leinenpflichten unterscheiden sich je nach Kanton, Gemeinde und Schutzgebiet. Einzelne Wege führen durch beweidete Flächen, auf denen besondere Rücksicht erforderlich ist, während Hunde in manchen Schutzgebieten vollständig verboten sind. Wer Route, Transport, Unterkunft und Ausrüstung früh klärt, reduziert Konflikte und erkennt rechtzeitig, wenn eine Wanderung ohne Hund die vernünftigere Entscheidung ist.

Weiterlesen

Leinenführigkeit trainieren: Ursachen des Ziehens und ein schrittweiser Übungsaufbau

Leinenführigkeit bedeutet nicht, dass ein Hund während des ganzen Spaziergangs dicht am Bein laufen muss. Entscheidend ist eine lockere Leine und eine verlässliche Orientierung in Situationen, in denen kontrolliertes Gehen nötig ist. Damit das gelingt, braucht es einen Übungsaufbau, der Lerngeschichte, Erregung, Umgebung und körperliche Voraussetzungen berücksichtigt. Ziehen entsteht selten aus Trotz. Hunde bewegen sich meist schneller als Menschen, wollen Gerüche untersuchen oder Abstand zu einem unangenehmen Reiz gewinnen. Hat Zug in der Vergangenheit zum Ziel geführt, wird er zusätzlich gelernt. Erfolgreiches Training setzt deshalb bei den Ursachen an und belohnt früh das Verhalten, das später im Alltag gebraucht wird.

Weiterlesen